14.02.2016, von Christian Kuhlmey - red.

Mit Schere und Spreizer ran ans Blech

THW-Helferinnen und Helfer üben den Umgang mit Schere und Spreizer

Das Unfallfahrzeug liegt auf der Seite. Die Einsatzkräfte verschaffen sich über die Fahrertür einen Zugang zum verletzten Fahrer.

Zu den Fertigkeiten des THW gehört neben vielem anderen die Rettung von Personen aus Fahrzeugen, wenn diese beispielsweise nach Unfällen eingeklemmt  im PKW oder auch in der Führerkabine eines LKW festsitzen. Aber ohne Übung kein Meister, weshalb am Wochenende zwei ausrangierte Wagen als Übungsobjekte herhalten mussten.

Gruppenführer Andreas Kopplin und die beiden Truppführer Maximilian Krüger sowie Johannes Bock teilten die Teilnehmer in drei Gruppen auf verschiedene Übungsstationen auf, die dann im Wechsel zu absolvieren waren.

Dabei wurde an der ersten Station die Rettung eines LKW-Fahrers mittels EGS-Rettungsplattform geübt. Neben dem eigentlichen Bau der Plattform ging es hier darum, die zu rettenden Person möglichst schonend aus dem Führerhaus zu befreien.

An Station zwei übten die Helfer die Sicherung eines auf die Seite gekippten PKW unter Zuhilfenahme eines Steckleiterteils sowie von Spanngurten und Keilen. Zudem wurden hier die Möglichkeiten aufgezeigt, wie man im Ernstfall an eine eingeklemmte Person gelangen kann.

Die letzte und dritte Station schulte die THWler in ihren feinmotorischen Fähigkeiten. Ging es hier darum, eine Autotür oder ein Fenster möglichst ohne weitere Beschädigung am Fahrzeug zu öffnen.

Nach einer Mittagspause setzte sich die Ausbildung in zwei Gruppen fort, wobei jeweils eine Gruppe ein Fahrzeug bearbeitete. Hier stand die Handhabung der hydraulischen Hilfsmittel „Schere und Spreitzer“ im Mittelpunkt. Mit diesen durch Öldruck betriebenen Werkzeugen ist es den Helfern möglich, eingeklemmte Fahrzeugtüren oder auch ganze Autodächer zu entfernen, um dem Rettungspersonal einen ungehinderten Zugang zu eingeklemmten Personen zu gestatten. 

Da nicht immer in unbegrenzter Menge PKW zum Üben bereitstehen, schulte man an diesem Tag nicht nur die Helfer des THW Reinickendorf, sondern auch Mitglieder des DRK Wittenau-Reinickendorf. So konnten sich die Helfer des DRK einmal mit den schweren Werkzeugen des THW vertraut machen und umgekehrt wertvolle Tricks und Kniffe weiter geben, wie eine Person möglichst schonend gerettet werden kann. 

Neben diesen Einsatzzwecken verwenden die THW-Kräfte den hydraulischen Spreizer beispielsweise auch zum Anheben schwerer Lasten oder zerschneiden mit der hydraulischen Schere nicht nur Stahl, sondern unter Umständen auch Holz.

13.02.2016


  • Das Unfallfahrzeug liegt auf der Seite. Die Einsatzkräfte verschaffen sich über die Fahrertür einen Zugang zum verletzten Fahrer.

  • Das Fahrzeug auf der Seite liegend.

  • Die THW-Helfer bauen das Einsatzgerüstsystem (EGS) auf, damit sie den verletzten Fahrer unbeschadet aus dem LKW retten können.

  • Die DRK-Kräfte bei der Arbeit auf dem EGS.

  • Ein Blick ins Innere der LKW-Fahrerkabine. Hier ist viel Platz, handelt es sich doch um eine Doppelkabine.

  • Mit vereinten Kräften gelingt es, den verletzten Fahrer nach draußen zu bringen.

  • Dort wird er fachmännisch für den weiteren Transport versorgt und stabilisiert.

  • Enger geht es bei der Rettung aus diesem PKW zu.

  • Es gelingt auch hier, die verletzte Person zu retten.

  • So viele Personen auf so wenig Raum. Drei Helfer im Inneren des auf der Seite liegenden PKW.

  • Auch durch den Kofferraum eines Kleinwagens kann man Menschen retten.

  • Auch die Einsatzkräfte des DRK versuchten sich unter Anleitung am Spreizer.

Fotos: Johannes Bock und DRK




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