Jever, 24.11.2013

THW Jever nach Ölunfall alarmiert

Größter und längster örtlicher Einsatz seit der Schneekatastrophe 78 / 79

Auf dem Kavernen-Gelände einer Firma im ostfriesischen Etzel sind am Sonntag, 17.11.2013 ca. 40.000 Liter Öl ausgetreten und verbreiteten sich über Kanäle und Gräben. Ein nicht verschlossenes Ventil soll nach ersten Ermittlungen den Ölaustritt verursacht haben.

Einsatzkräfte von Feuerwehr aus den Kreisen Wittmund und Friesland, sowie das THW kämpfen seitdem gegen die Ausbreitung des Öl-/Wassergemisches an. Seit dem 17.11.2013 um 15:48 Uhr unterstützt der Ortsverband Jever die Bekämpfungsmaßnahmen der Feuerwehren. In den ersten Nächten nach dem Schadensereignis hatte der Technische Zug die Aufgaben, an verschiedenen Stellen im Bereich der Kaverne, einer Brücke an der B436 in Hohemey und in der Zeteler Marsch, auszuleuchten. Am Sonntagabend wurde umgehend die Ortsverbände Nordenham und Varel über die Lage informiert.

Die Nordenhamer stellten der Einsatzleitung ab Dienstags Fachberater für Ölschadenbekämpfung zur Verfügung, transportierten ab Mittwochs technisches Gerät aus dem THW-Ölwehrlager Nordenham und Ölsperren aus Wilhelmshaven zum Einsatzort und brachten sie zusammen mit dem OV Wilhelmshaven in den Einsatz. Am Donnerstag, 21.11.2013 wurden zwei Halbpontons der Fachgruppe Wassergefahren Nordenham zum Einsatzort transportiert und mit Ölwehrgerätschaften zum Absaugen des Öl-/Wassergemisches ausgerüstet. Hiermit werden Uferbereiche von der Wasserseite aus gereinigt.

Ab dem 22.11.2013 unterstützen die Helfer des Ortsverbandes Norden diese Maßnahmen in Neustadtgödens auf dem Friedeburger Tief. Der OV Norden saugte das Ölgemisch aus dem Uferbereich ab. Hierzu wurden Halbpontons mit Ölwehrgerät ausgerüstet. Durch diese spezielle Bekämpfungsmaßnahme konnten ca. 20.000 Liter des ausgelaufenen Öl´s aufgenommen werden. Um weitere Pontons mit Gerät auszustatten, wurde zusätzliches Ölwehrgerät des NLWKN wurde aus Hilgenriedersiel mit dem LKW der Fachgruppe Elektroversorgung zur Einsatzstelle transportiert.

Die Kameraden aus Varel unterstützen über den gesamten Einsatz mit Personal für die Ausleuchtung, das Einbringen der Ölsperren und der Ölschadensbekämpfung.

Die professionelle Zusammenarbeit der THW-Kräfte mit den Feuerwehren, den Kreisbrandmeistern der Landkreise Friesland und Wittmund, beteiligten Behörden sowie der IVG vor Ort funktioniert nach einem Bericht des Ortsbauftragten Marco Hinrichs sehr gut und reibungslos. THW Zugführer und Einsatzleiter Daniel Falkenhof lobte die eingesetzten Hilfskräfte für das professionelle Handeln an den Einsatzstellen und bedankte sich beim Landkreis Friesland für das entgegengebrachte Vertrauen, die Verantwortung für den Einsatzabschnitt 3 ( Zeteler Marsch ) an das THW Jever zu übertragen.

Das „Baukastensystem“ der verschiedenen THW-Einheiten bewährt sich erwartungsgemäß auch in diesem Einsatz wieder einmal.

Am Samstagabend, den 23.11.2013, um 16:30 Uhr wurde der Abschnitt von Daniel Falkenhof an die zuständige Wasserbehörde übergeben. Gegen 20:00 Uhr endete der mehrtägige Ölschadenseinsatz des THW Jever im Landkreis Wittmund / Friesland endgültig. Insgesamt leisteten die 38 eingesetzten THW-Helfer aus dem Ortsverband Jever in mehreren Schichten über sieben Tage hinweg ca. 1900 Einsatzstunden.

Ein großer Dank gilt dabei auch den Arbeitgebern unserer Helfer für die Freistellung aus dem Arbeitsalltag.


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